Wenn jemand eine App bauen lassen möchte, kommt früh die Frage: Soll sie nativ sein oder mit einem Cross-Plattform-Framework entstehen? Beide Wege sind legitim. Hier erkläre ich, was der Unterschied ist und warum ich für meine Aufträge auf das Apple-Ökosystem mit Swift und SwiftUI setze.
Was „nativ“ bedeutet
Eine native App ist in der Sprache und mit den Werkzeugen gebaut, die der Hersteller des Systems vorgibt. Bei Apple sind das Swift und SwiftUI. Die App nutzt die Bausteine des Systems direkt: Bedienelemente, Animationen, Mitteilungen, Widgets, Dateien, Fotos.
Bei Cross-Plattform-Frameworks wie Flutter oder React Native schreibt man den größten Teil einmal und bekommt daraus Apps für mehrere Systeme, zum Beispiel iPhone und Android.
Was für Cross-Plattform spricht
- Eine Codebasis für mehrere Systeme. Wer von Anfang an iPhone und Android braucht, spart Aufwand.
- Gleiches Aussehen überall, wenn das gewünscht ist.
- Kleinere Teams können mehr Plattformen abdecken.
Das sind echte Vorteile. Wenn deine Nutzer ungefähr zur Hälfte Android haben, ist das ein starkes Argument.
Was für nativ spricht
- Die App fühlt sich an wie eine Apple-App. Bedienung, Gesten und Animationen verhalten sich so, wie Nutzer es vom iPhone kennen.
- Neue Systemfunktionen sind sofort verfügbar. Wenn Apple ein neues iOS veröffentlicht, kann eine native App die Neuerungen direkt nutzen, statt zu warten, bis ein Framework nachzieht.
- Weniger Schichten dazwischen. Es gibt weniger Stellen, an denen etwas schieflaufen kann, wenn sich das System ändert.
- Ein Ökosystem, mehrere Geräte. Mit SwiftUI lässt sich vieles für iPhone, iPad und Mac wiederverwenden.
Warum ich beim Apple-Ökosystem bleibe
Ich baue meine eigenen Apps nativ: FamilyManager, GymBo, Track4Kids und StarTune. Daraus habe ich Erfahrung mit Swift und SwiftUI, und die gebe ich an Auftraggeber weiter. Ich bleibe bewusst bei dem, was ich gut kann, statt von allem ein bisschen anzubieten.
Das heißt nicht, dass Android ausgeschlossen ist. Ich baue Android auf Anfrage. Ob das in deinem Fall sinnvoll ist und auf welchem Weg, besprechen wir im ersten Gespräch.
Wie du entscheidest
Ein paar Fragen helfen:
- Wo sind deine Nutzer? Wenn fast alle ein iPhone haben, brauchst du Android nicht für den Start.
- Wie wichtig ist das Gefühl der App? Je stärker die App im Alltag benutzt wird, desto mehr zahlt sich ein natives Verhalten aus.
- Welche Systemfunktionen brauchst du? Widgets, Mitteilungen oder Anbindung an Apple Health sind bei einer nativen App am direktesten.
- Was ist dein Budget für die erste Version? Eine App für eine Plattform ist günstiger als dieselbe App für zwei.
Mein Rat für viele Ideen: erst für eine Plattform bauen, schauen, ob die App gebraucht wird, und dann entscheiden, ob eine zweite dazukommt.
Was das für den Preis heißt
Eine App für eine Plattform ist günstiger als dieselbe App für mehrere. Meine Festpreise für die erste Version beginnen bei 999 €. Wovon der Preis abhängt, steht im Kostenratgeber. Wie ich arbeite und was das Starterpaket enthält, findest du auf der Seite App entwickeln lassen. Wer bei mir eine App entwickeln lässt, kann außerdem Roadlight kostenlos mitnutzen, mein Feedback-Board für Nutzerwünsche.